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  • Melissa Stemmer

Erwachsen werden.

Erinnert ihr euch an die Zeit, wo dieses Gefühl von 'Sicherheit' von bestimmten Personen verkörpert wurde? Seien es jetzt die Eltern oder im Job die 'Chefin', die Vorgesetzte, Politiker... Menschen, die irgendwie scheinbar alles wissen oder zumindest wissen, wie man mit Situationen umzugehen hat.

Je mehr man die Welt zu verstehen versucht, desto mehr merkt man, dass diese Menschen genauso wenig Ahnung davon haben, was vor sich geht wie man selbst.

Das ist so ein ganz merkwürdiges Gefühl, als ob Porzellan aus der Hand gleitet. Dieses Gefühl von Sicherheit gibt es immer weniger, desto älter man wird. Als Kind dachte ich immer, dass meine Eltern alles richtig machen, alles wissen, alles können. Aber sie sind auch nur eine Reproduktion von dem, was täglich auf sie einprasselt.

Wir wissen nur so viel, wie uns vermittelt wird. Meistens wollen wir das ziemlich einfach und bequem. Durch die Medien, durch die Nachrichten, durch Social Media.. das wird schon stimmen.

Ich erkenne immer mehr, dass hinter vielen Handlung der eigene Nutzen steht. Oft die eigenen Probleme, die die Person mit sich herumträgt.

Manche möchten sich aufwerten, fühlen sich sehr besonders, wenn sie Bestimmungen an andere weitergeben. Doch das hat nichts mit der Wahrheit zu tun, sondern nur mit dem Problem der eigenen Persönlichkeit bzw. dem Ego dieser Person.

Wir können sowieso immer nur von der Wahrheit in unserer Blase sprechen.

Wir wissen immer nur so viel wie wir wollen. Es ist ja auch viel einfach es so sein zu lassen, als weiter nachzuforschen.

Ich kann dadurch viele Menschen irgendwie nicht mehr ernst nehmen.

Am Ende möchte jeder doch nur seinen Arsch retten. Laut Darwin ist es ja auch der natürliche Instinkt das zu tun. Doch an was sind wir angepasst? An das was wir uns selber erschaffen haben..

Also ist es wahrscheinlich am intelligentesten, das Wort 'Sicherheit' zu vergessen.

Grade in dieser Zeit jetzt, sehen wir doch, dass es Sicherheit nicht gibt.

Niemand weiß wie er mit der Situation umzugehen hat. Alles ist durcheinander, weil eine Situation aufgetreten ist, die irgendwie noch nie jemand erlebt hat und die nicht in die Blase passt.

Wir sollten aufhören, Menschen in Stufen einzuteilen und alles was von einer 'höheren' Macht erzählt wird, direkt als 'wahr' anzusehen.

Was vielen Menschen grade hilft, ist den Zugang zu sich selbst zu finden.

Es war noch nie schlecht, auf sein eigenes Bauchgefühl zu hören oder?

Seine eigene Meinung zu bilden zwischen all den Informationen scheint schwer zu gelingen, aber mit dem Hintergedanken, dass das im großen Ganzen auch eigentlich nicht so wichtig ist, erdet einen irgendwie ein bisschen.

Musik, Texte, Bilder, Kunstwerke sind auch nur so beliebt, weil sie von innen kommen. Mit dem Gedanken, etwas zu vermitteln und nicht um bekannt zu werden.

Verliert nicht den Kopf.

Create.

Stay healthy.

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Melissa Stemmer - Fotografin aus Düsseldorf

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